Presse

Presse

Familienministerin Dr. Kristina Schröder in Rottweil:

„Jeder soll seine faire Chance haben und sie nützen können“

Wer je nach einer Mutmachveranstaltung für mehr Miteinander, für Wege zu mehr Integration, für gelungene Integration, für Impulse und Angebote dazu aus der Politik und
Migranten, die ihren Beitrag leisten und sich in der Gesellschaft wohl fühlen (wollen): in der nahezu voll gefüllten Aula das Albertus-Magnus-Gymnasiums in Rottweil fand genau dieses statt.
Seit mehreren Monaten hatte sich der Arbeitskreis Bildung des CDU-Kreisvorstands mit der „Integration als Herausforderung der Jugendpolitik“ befasst und mit Familienministerin Dr. Kristina Schröder die mit 32 Jahren jüngste deutsche Ministerin zu Vortrag und Diskussion gewinnen können.
Dies auf Vermittlung des Bundestagsabgeordneten Volker Kauder, dem, wie er in seinem Grußwort sagte, nicht besonders schwer gefallen sei, sie nach Rottweil zu holen: „Ich schätze sie schon lange und weiß, dass sie sich intensiv der so wichtigen Thematik annimmt, und nun als Ministerin in ihrem Verantwortungsbewusstbereich daran arbeitet, dass Integration besser gelingt.“
Wie notwendig dies ist, zeigte die Vorsitzende des Arbeitskreises, Daniela Dreher, bereits bei ihrer Begrüßung auf: Kein Land hat so viele Migranten wie Baden-Württemberg. Und wir wollen, dass allen, egal welcher Herkunft, Ethnie, Religion oder was immer die gleiche Chance zur Teilhabe ermöglicht wird.“ Eine Aufgabe für die ganze Gesellschaft! Dass vielen das Thema unter den Nägeln brennt, zeigten die zahlreichen Ehrengäste, die Daniela Dreher begrüßen konnten – neben den vielen Schülern und Jugendlichen, die die Veranstaltung auch durch kluge Fragen und Beiträge bereicherten.
„Vorbilder sind wichtig“, betone die Vorsitzende des christdemokratischen Arbeitskreises, und nicht zuletzt aus diesem Grunde stellte sie ganz besonders vier Ehrengäste vor, die mit ausländischer Herkunft, ihren tollen Weg gemacht und „es“ geschafft haben, die Vorbilder sind. So die vielfach ausgezeichnete Friseurmeisterin Sebahat Yilmaz-Bader, die beiden Weltklasseboxer Luan Krasniqi und Firat Aslan und nicht zuletzt der Sänger Daniel Stoyanov aus Rottweil, der mit vier Jahren aus Bulgarien nach Deutschland kam und mit seinem begeisternden Auftritt in der Aula klar machte, warum Xavier Naidoo auf ihn aufmerksam werden musste. Sie standen schon miteinander auf der Bühne!
Und wie charmant er die Ministerin als besonders „ mit jugendlicher Ausstrahlung, sehr nett, kompetent, hübsch“ und weiteren Adjektiven belegte und speziell für sie als Berliner Politikerin den Marlene-Dietrich-Song „Ich habe noch einen Koffer in Berlin“ widmete, symbolisierte die Atmosphäre dieses Abends: Wir gehen miteinander auf den Weg. Weil wir in einem Land wohnen und weil dies unsere Heimat ist.
Wobei Dr. Kristina Schröder in ihrer Rede darauf abhob, dass alle, die in Deutschland leben, die Bereitschaft mitbringen müssen, die Regeln des Landes zu beachten, sie aber ihre Identität bewahren und beibehalten sollen dürfen. So wie bei der deutschen Nationalmannschaft, die in Südafrika nicht nur begeistert Fußball gespielt hat, sondern als ein sympathisches Team aufgetreten ist. Mit elf von 23 Spielern mit ausländischer Herkunft. „Und jeder brachte und bringt seine Qualitäten und seine Eigenheiten ein.“
Genau dieses jedoch solle auch möglich sein im Alltag, gegenüber Nachbarn. Ein gutes Ziel, das für die CDU-Ministerin etwas anderes ist als was die Linken über viele Jahre hinweg gedacht hätten: Mal ein Straßenfest, und alles ist gut.
Integration, so wurde es jedem klar vor Augen geführt, ist mehr. Und deswegen wirke die Bundesregierung mit etlichen Initiativen darauf hin, dass „jeder seine Chance bekommt, wenn notwendig auch eine zweite Chance.“ Mühsamer als ein Straßenfest zu organisieren, aber, so das Ziel, wirkungsvoll. „Dies ist mein persönlicher Wunsch an die Gesellschaft, an uns alle“, sagte Kristina Schröder zum Ende ihrer sehr persönlich gehaltenen Rede, „dass dies gelingt“.
Der herzliche, lang anhaltende Beifall zeigte: Die Ministerin hatte die richtigen Worte getroffen. Und was genau so beeindruckte, war die Tatsache, wie in der Diskussion gerade auch etliche Jugendliche ihre Anliegen vorbrachten. So die Frage eines Schülers, warum seine Schwester keine Approbation als Ärztin bekommen könne, nur weil sie nicht die deutsche Staatsangehörigkeit wolle. Und der Ministerin dazu einige Schriftstücke überreichte („Sie können’s ja mal durchlesen!“), die diese mitgenommen hat. Der junge Mann wird eine Antwort bekommen.

„You’ve got a friend“, hatte zum Beginn des Abends der Chor des Leibnitz-Gymasiums gesungen. Es passte in der Tat alles in dieser denkwürdigen Veranstaltung.

Während drinnen Daniel Stoyanov die Teilnehmer mit seinen eigenen Songs weiter begeisterte, stand im Vorraum, in dem mehrere Verbände und Vereinigungen ihre Initiativen vorstellten, ein Interview mit der Bundesministerin an. Jugendliche des Projektes „TRAIN“ befragten die prominente Politikerin. Auch danach, worauf es bei der Präsentation, beim „Casting“ ankommt. „Auf Authenzität“, antwortete sie, „darauf, dass man sich so gibt wie man ist.“ Genau so war sie aufgetreten. Weil nur solches glaubwürdig ist, egal ob in der Politik oder im ganz alltäglichen Zusammenleben.
Nach dem Eintrag ins Gästebuch der Stadt Rottweil ging’s zurück nach Berlin. Im Gepäck das zuvor von Daniela Dreher überreichte Geschenk an die Ministerin: einen (wenn auch nicht leibhaftigen) Rottweiler! „Er wird einen ehrenvollen Platz bekommen“, freute sich die Politikerin.
Währenddessen gingen die Gespräche weiter, das Thema ist längst noch nicht zu Ende, hat aber einen wesentlichen Impuls bekommen an diesem Abend. Und die Schüler des AMG taten mit ihrer Bewirtung zusätzlich einiges für das Wohlfühlen.
So Stefan Teufel, CDU-Kreisvorsitzender und Landtagsabgeordneter gegenüber dem Arbeitskreis Bildung lobend feststellten: „Mit der Veranstaltung ist euch ein wichtiger Impuls gelungen, der weiter wirken soll und es sicherlich wird.“

Puplikum